Nikon D750 Kamera

Nikon D750 – Bild: nikon.com

Es gibt diverse gängige Kamera-Arten auf dem Markt zu kaufen. Jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und unterschiedliche Eigenschaften. Welche genau das sind und welche Kamera-Art für euch persönlich am Besten ist, erfahrt ihr in unserem aktuellen Blogbeitrag.

 

 

Einleitung – Kamera-Arten

Wie bereits oben erwähnt gibt es mehrere Kamera-Arten, die tagtäglich den Besitzer über die Ladentheke wechseln. Solltet ihr euch nicht sicher sein, welche für die richtige Kamera ist, solltet ihr definitiv diesen Beitrag lesen. Danach sollte euch die Kaufentscheidung wesentlich einfacher fallen.

Zunächst beginnen wir mit den vier am häufigsten verkaufen Kamera-Arten.

 

Kompaktkamera

Kompaktkamera

Kompaktkamera – redblue.de

Die Kompaktkamera ist die wohl am häufigsten verkaufe Kamera-Art in unserem Vergleich. Das liegt zum Einen wohl daran, dass diese Kameras sehr klein und handlich sind, weshalb sie schnell in jede Tasche passt und mitgenommen werden kann. Noch dazu gibt es sie bereits ab ca 80,-€ und ich vielen verschiedenen Ausstattungen, Farben, Formen und mit sich stark unterschiedenen Features.

Typische Sensorgrößen hier sind 1/3,2, 1/2,8, 1/2,7, 1/2,5, 1/2,3 Zoll sowie 1/1,7-, 2/3- Zoll. Diese findet ihr auf unserer Grafik zum Größenvergleich weiter unten im Beitrag in der obersten Reihe. Wir gehen darauf später nicht weiter ein, da für unser Verständnis diese Art von Kamera nicht zum ernst gemeinten, künstlerischen Fotografieren taugt und sich unser Blog an eben solche richtet.

Dennoch ist jeder, der eine kleine, transportable und kompakte Kamera neben seinem Smartphone – was heutzutage zugegebenermaßen meist gleich gute oder sogar bessere Bildqualitäten abliefern kann – sucht, gut beraten. Gerade weil der Einstiegspreis doch sehr gering ist. Man sollte aber gleichzeitig nicht zu viel von der Kamera erwarten, wenn man beispielsweise Bilder mit einer geringen Tiefenschärfe aufnehmen möchte. Manche Kamera können so etwas digital nachbearbeiten, jedoch ist dies natürlich keine „echte“ Unschärfe, was dem geübten Auge in den meisten Fällen auffallen wird.

Bridge-Kamera

Bridgekamera

Bridgekamera – Fotowissen
.eu

Die Bridge-Kamera ist eine beliebte Kamera für Reisende. Diese haben meist größere Sensoren als Kompaktkameras, bieten deshalb bessere Bildqualitäten und sind auch bei schlechten Lichtverhältnissen stärker aufgestellt.

Wieso ist diese Kamera-Art gerade für Reisende geeignet? Bridgekameras gibt es häufig als Super-Zoom-Variante. Das bedeutet, dass der mögliche Brennweitenbereich des Objektivs sehr groß ist. So ist die Flexibiltät der Kamera groß, weshalb man sowohl Portraits in niedrigen Brennweitenbereichen aufnehmen, als auch den Vogel im weiter entfernten Baum fotografieren kann, ohne nachträglich mit Photoshop nachhelfen zu müssen. Je weiter das Objektiv zoomen kann (digitaler Zoom der Kamera ausgenommen), desto höher ist die Bildqualität im fertigen, gewünschten Bildausschnitt. Teilweise sind bei solchen Kameras Brennweiten von ca 20-800mm keine Seltenheit.

Man sollte hierbei aber auch bedenken, dass diese Linsen häufig im oberen Brennweitenbereich eine sehr große Blendenzahl haben, was sich allerdings durch die schiere Zoom-Stufe wieder etwas ausgleicht.

Wer keine Wechseloptiken möchte, trotzdem aber gerne und viel entfernte Objekte (auch als Makro) nah heran holt, ist hier gut beraten.

 

Systemkamera

Systemkamera

Systemkamera – Foto: medianord.de

Die Systemkamera wird gerne auch als spiegellose Spiegelreflexkamera bezeichnet, ist die aktuell am meist gehypte Kamera-Art. In unserem Vergleich ist die Systemkamera der erste Kamera-Typ, der es dem Nutzer erlaubt, Objektive zu wechseln.

Typischerweise werden in Systemkameras ähnliche Sensorgrößen verbaut wie in Spiegelreflexkameras. Daher ist die Qualität und Auflösung der aufgenommenen Bilder hoch bis sehr hoch. Auch zum Filmen eignen sie sich hervorragend.

Viele Käufer solcher Kameras wissen deren geringe Gehäusegröße zu schätzen, dabei aber trotzdem die Wechseloptiken nutzen zu können.

Da sie keinen Spiegel haben, der durch die mechanische Bauweise die Geschwindigkeit der Bilder pro Sekunde begrenzt, sind mit Systemkameras Bildserien von 30-40 Fotos(!) pro Sekunde kein großes Problem. Für sportaffine Fotografen ein echter Vorteil.

 

Spiegelreflex

Nikon D750 Kamera

Nikon D750 – Bild: nikon.com

Die Spiegelreflexkamera, oder auch DSLR genannt, ist im professionellen Bereich die am häufigsten vorzufindende Kamera-Art.

Sie vereint große, hochauflösende Sensoren mit Wechseloptiken, ähnlich wie bei Systemkameras, ist aber gleichzeitig das noch etwas ausgereiftere System. Viele Fotografen schätzen es, einen analogen Sucher durch Prisma und Spiegel, statt einem Mini-Display mit leider oft schlechten Auflösungen zu haben.

Für den alltäglichen Einsatz gefällt gerade mir die Größe des Kameragehäuses, da sie sich auf Dauer besser greifen lässt. Auch die von vielen geliebten Compact-Flash Speicherkarten finden bis dato meist nur in DSLRs Platz.

Wie bereits bei den Systemkameras erwähnt, ist hier die Geschwindigkeit der Bilder pro Sekunde durch den mechanischen Spiegel bergrenzt.

Ein weiterer Grund, weshalb viele Profi-Fotografen weiterhin auf DSLRs setzen: die Kunden erwarten es! Ich höre immer wieder, dass Kunden den Fotografen mit der größeren Kamera als professioneller empfinden, selbst, wenn die Bildqualität der Systemkameras gleich oder besser ist.

Ich persönlich setze unter Anderem noch auf DSLRs, da sie das schönste Feeling beim Fotografieren bieten. Kein digitales „Klick“ aus dem Lautsprecher beim Auslösen und keine schlauen, digitalen Helferlein – ich weiß, eigentlich ein Nachteil, dennoch mehr Fotografie für‘s Gefühl.

 

Generelle Informationen zu den Kamera-Arten

Wechseloptiken haben neben den hohen Kosten und dem Gewicht und Platzverbrauch viele Vorteile. Beispielsweise könnt ihr euch das jeweils passende Objektiv für den geplanten Einsatz heraussuchen. Welches Objektiv für welchen Zweck das richtige ist, erfahrt ihr in unserem letzten Beitrag.

Generell gilt, je größer der Kamerasensor, desto höher die Auflösung, desto besser die Lichtempfindlichkeit und die Hintergrundunschärfe.

Wie ihr sicher alle schon gemerkt habt, haben Smartphones – ausgenommen iPhone 7 Plus, 8 Plus, 10 und wenige weitere Konsorten – meist ein scharfes Bild von vorne bis hinten. Das liegt schlicht an deren Sensorgrößen und die damit verbundene Blende.

Sensorgrößen von Smartphones liegen im unteren Bereich der Kompaktkameras.

Wer sich noch mehr mit den Kamera-Sensoren beschäftigen möchte, kann sich das nachfolgende Video ansehen:

Gängige Sensorgrößen

In diesem Beitrag wollen wir auch kurz auf die Sensorgrößen eingehen. Da wir dazu aber einen extra Beitrag planen, reißen wir die Eigenschaften nur kurz an.

gängige Sensorgrößen

gängige Sensorgrößen – Foto: Wikipedia

Halbformat (APS-C / DX)

Halbformatsensoren, also APS-C oder DX, sind in den meisten Consumer-Kameras, besonders im Einsteigersegment verbaut. Sie bieten eine gute Mischung aus Auflösung, Lichtstärke und Tiefenschärfe. Die Maße des Sensors sind unten links in unserer Grafik zu finden.

 

Vollformat (Kleinbild)

Kleinbild- oder Vollformatsensoren sind eher in professionellen Kameras vorzufinden. Sie sind teurer, bieten aber eine noch bessere Qualität und einen größeren Dynamikumfang. In der obenstehenden Grafik findet ihr den Kleinbildsensor unten mittig.

 

Mittelformat

Mittelformatsensoren gibt es ausschließlich im wirklich professionellen Bereich. Solche Sensoren werden nahezu nur in Studiokameras genutzt, da die Kameragehäuse durchaus schwer und unhandlich sind. Aufnahmen für Hochglanzmagazine werden mit solchen Kameras aufgenommen. Eine Mittelformatkamera ist für den privaten Gebrauch übertrieben und auch erst ab einem Wert eines mittelgroßen PKWs zu erwerben.

 

Hier nochmal in einem kurzen Video die wichtigsten Kamerasensoren erklärt:

Fazit

Ich hoffe, ich könnte einen guten Überblick über die gängigsten Kamera-Arten vermitteln und dem ein oder Anderen die Kaufentscheidung erleichtern. Die klassische Diskussion ob Nikon oder Canon lassen wir komplett außen vor, da wir der Meinung sind, dass die Kameras sich fast nur durch das Menü und die Anordnung der Knöpfe unterscheiden. Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.

Wenn ihr Fragen habt oder zu einem Thema noch einen gesonderten Beitrag haben möchtet, lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Ansonsten sehen wir uns hoffentlich am Dienstag wieder, wenn der nächste Blogbeitrag online geht. Bis dahin, euer Lucas 🙂

Autor: Lucas

Mein Name ist Lucas Mehler, bin 22 Jahre alt und studiere ebenfalls Digitale Medien an der Hochschule Fulda.

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