Fotospot: Dom zu Fulda

Fotospot: Dom zu Fulda von der Mauer des Schlossparks aus

Da wir lange Zeit keinen mehr hatten, bekommt ihr in diesem Beitrag einmal wieder einen zugegeben nicht ganz so geheimen Fotospot: Den Dom zu Fulda und dessen nähere Umgebung.
Auf dem Titelbild dieses Beitrags seht ihr den Dom im Abendrot in der Spiegelung einer Glaskugel. Gemacht habe ich dieses Foto eher spontan, als wir ein Fotoshooting im fuldaer Schlosspark abhielten. Hier seht ihr den Dom aus der Perspektive von der Mauer des Schlossparks herab.

 

 

Der Dom zu Fulda

Doch bevor ich weiter auf die verschiedenen Fotospots eingehe, möchte ich euch das in diesem Beitrag zentrale Gebäude, nämlich den Dom, etwas näher bringen. Der Dom zu Fulda, eigentlich Dom St. Salvator zu Fulda, ist die Grabeskirche des Heiligen Bonifatius und zugleich Wahrzeichen der Stadt Fulda.

Die 1712 fertiggestellte dreischiffige Basilika im Barockstil stellt den Mittelpunkt des fuldaer Barockviertels dar und ist teilweise auch von außerhalb Fuldas gut zu sehen. Und wer sich in Fulda schon einmal ausgiebig bewegt hat, wird an ihr und dem weiten Domplatz ohnehin nicht vorbei gekommen sein. Falls doch, solltet ihr das schleunigst ändern. Denn egal ob mit, oder ohne Kamera ist der Fuldaer Dom sowohl von außen, als auch von innen einen Besuch wert.

Begebt ihr euch einmal hinein, bietet der von außen zugegebenermaßen durch den Sandstein etwas unscheinbarer gestaltete Dom nämlich einen weiteren, sehr schönen Anblick. Dort stehen prachtvolle weiße Stuckarbeiten in direktem Kontrast zu wunderschönen schwarzen und goldenen Verzierungen. Außerdem sind an der Decke einige sehr gut erhaltene Fresken zu sehen und die Kuppel versorgt den gesamten Raum mit einer beeindruckenden Licht-Stimmung.

 

 

Fotospot: Dom zu Fulda

Fotospot: Dom zu Fulda von der Mauer des Schlossparks aus

 

 

Fotospot: Dom zu Fulda

Der Dom zu Fulda bietet gerade für Fotografen einige schöne Plätze, von denen aus man hier fotografieren kann. Natürlich kann ich euch nicht alle aufzählen, da es einfach zu viele gibt, und schließlich ist von euch, um ein Alleinstellungsmerkmal eurer Bilder zu erhalten, auch ein klein wenig Kreativität gefragt. Dennoch möchte ich euch im Folgenden zumindest die bekanntesten zeigen:

 

 

Domplatz

Der Domplatz ist, im Vergleich zu den Vorplätzen anderer großer Gebäude im Barockviertel, sehr weit und bietet somit auch viel Platz, um euch zu platzieren. So könnt ihr hier zum Beispiel in einer ruhigen Minute (der Platz ist gerade tagsüber gut besucht) Fotos vom Dom selbst aus verschiedenen Blickwinkeln schießen. Durch die leichte Wölbung des Platzes ist es außerdem gar nicht einmal nötig, dass der Platz völlig leer ist, um ein menschenleeres Foto zu schießen.

Da der Dom zu Fulda recht bekannt ist, gibt es jedoch aus dieser Perspektive bereits eine Vielzahl an Fotos. Deshalb halte ich es für wesentlich interessanter dieses prächtige Gebäude als Hintergrundmotiv beispielsweise für Portraits zu nutzen. Hierfür bietet sich die kleine Mauer an, die den Domplatz umgibt. Denn an dieser könnt ihr einige Posen nutzen und den auch unscharf noch beeindruckend wirkenden Dom im Hintergrund gut unterbringen.

 

 

Mauer des fuldaer Schlossparks

Fotospot: Dom zu Fulda

Fotospot: Dom zu Fulda von der Mauer des Schlossparks aus

Man muss nicht direkt vor dem Dom stehen, um ihn als Vorder- oder Hintergrundmotiv nutzen zu können. Auch von der auf der anderen Straßenseite gelegenen Mauer des fuldaer Schlossparks aus hat man einen guten Blick auf den Dom. So habe ich das Titelbild dieses Beitrags von eben dieser Position aus geschossen. Durch den etwas größeren Abstand zum Dom zu Fulda, habt ihr hier die Möglichkeit auch mehr von dessen Umgebung einzufangen oder auch euer Model einen größeren Teil des Bildes einnehmen zu lassen. Außerdem könnt ihr von diesem Standpunkt aus, wie im Bild zu sehen, einen wesentlich schöneren Ausblick auf den Sonnenuntergang. Und allein das ist schon das Aufsuchen dieses Ortes wert.

 

 

Michaelsberg neben dem Dom zu Fulda

Begebt ihr euch auf den Michaelsberg, der sich rechts neben dem Dom zu Fulda befindet und auf dem die Michaelskirche gelegen ist, könnt ihr den Dom aus einer nicht ganz so oft genutzten Perspektive fotografieren. Denn hier habt ihr die Möglichkeit diesen von schräg vorne oder sogar von der Seite zu fotografieren. Und genau die Perspektive von schräg vorne lohnt sich meiner Meinung nach sehr. Denn mit dieser wird die volle Pracht des Gebäudes erst sichtbar und ihr könnt, bedingt durch die neue Liniengebung, eine völlig neue Bildwirkung fernab der ganzen Touristen-Fotos erzielen. Setzt ihr hier den passenden Vordergrund ein, erhaltet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sehr professionell wirkendes Foto.

Und wenn ihr schon einmal dort seid, könnt ihr auch gleich noch ein paar Aufnahmen von der ebenfalls sehr schönen Michaelskirche machen, die wesentlich früher im vorromanischen karolingischen Baustil errichtet wurde.

 

 

Blick aus der Ferne auf den Dom zu Fulda

Wie bei jedem Dom, lohnt es sich natürlich auch beim Dom zu Fulda etwas außerhalb der Stadt einen höhergelegenen Punkt aufzusuchen. Denn vor hier aus könnt ihr wunderbar den aus der fuldaer Innenstadt hervorragenden Dom fotografieren. Für dieses Motiv bietet sich beispielsweise ein sogenanntes Tilt-und-Shift-Objektiv an, womit ihr den aktuell sehr beliebten Miniatureffekt bewirken könnt.

Aber es lohnt sich natürlich auch einen solchen Ort zu unterschiedlichen Tageszeiten aufzusuchen. So können durchaus stimmungsvolle Fotos entstehen.

 

 

Pauluspromenade vor dem Dom zu Fulda

Direkt vor dem Domplatz, zwischen Dom und Stadtschloss, befindet sich die Pauluspromenade. Dabei handelt es sich um eine kleine Allee mit Kopfsteinpflaster, die am Paulustor endet. Da die Promenade heute noch als Straße genutzt wird, kann es jedoch durchaus schwierig werden hier Fotos zu machen.

Doch das soll uns nicht davon abhalten darin ein Motiv zu sehen. Denn gerade nach dem Regen glänzt das Kopfsteinpflaster und bringt in den Abendstunden wunderbare Reflexionen zum Vorschein. Die alt wirkenden, geschwungenen Laternen stören dabei das Gesamtbild überhaupt nicht. Im Gegenteil, sie verstärken die Bildwirkung noch um einiges. Sucht ihr den Dom zu Fulda in den späten Abendstunden oder gar nachts auf, solltet ihr hier unbedingt eine Langzeitbelichtung aufnehmen. Denn dann ist hier ein geringes Verkehrsaufkommen und ihr könnt auch die Scheinwerfer der Autos nutzen, um tolle Linien ins Bild zu zeichnen. Fotografiert ihr die Allee entlang, erhält euer Foto mit dem Paulustor am Ende sogar einen tollen Abschluss, im Gegensatz zu den Meisten Fotografien von Alleen, wo sich das Motiv oft in der Ferne verliert oder sich störende Objekte am Ende der Allee befinden.

 

Fotospot: Dom zu Fulda - Pauluspromenade

Fotospot: Dom zu Fulda – Pauluspromenade

 

 

Übersichtskarte

 

 

Fazit

Ihr seht also, mit dem Dom zu Fulda ist ein weiterer guter Grund gegeben, Fulda einen Besuch abzustatten. Natürlich sollet ihr euch keinesfalls auf diese paar Fotospots beschränken und auch die nähere Umgebung des Doms eigenständig erkunden. Denn hier gibt es noch so einige schöne Plätze, von denen aus man den Dom sehr gut fotografieren kann. So lohnt es sich beispielsweise durchaus auch, wenn ihr euch einmal hinter dem Dom genauer umseht.

Ich hoffe, ich konnte euch Lust darauf machen, den Dom zu besuchen und neue Ideen für Fotospots zu geben. Natürlich wird es in Zukunft auch weitere Beiträge zu interessanten Fotospots geben. Also kommt regelmäßig wieder, um keinen davon zu verpassen.

Donnerstag geht’s wieder mit einem Technik-Beitrag von Lucas weiter. Bis dahin eine schöne Woche 🙂

Autor: Kevin

Mein Name ist Kevin Schipper, ich bin 22 Jahre alt und studiere Digitale Medien an der Hochschule Fulda.

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