Filter - Aufnahme mit Verlaufsfilter

Filter – Aufnahme mit Verlaufsfilter

Filter für Kameras – Manche empfinden es als unnötig und störend, Andere möchten sie nicht missen. Kamerafilter sind für Fotoeffekte gedacht, können jedoch auch teilweise als hervorragenden Objektiv-Kratzschutz eingesetzt werden. Wofür braucht man sie und welche Auswirkungen auf das Bild sieht man nachher? Das erklären wir euch in diesem Blog-Beitrag an Hand der wichtigsten ObjektivFilter.

 

 

Was sind Kamera-Filter und wo setze ich sie ein?

Kamera-Filter gibt es als Schraubfilter oder mit Halterung zum Vorschieben vor die Linse. Wir gehen heute auf Schraubfilter ein, da sie günstiger und für Einsteiger einfacher zu handhaben sind.

Prinzipiell sind es einfache Scheiben, die vorerst sehr unscheinbar aussehen. Dennoch gibt es viele Dinge, die beim Kauf und der Verwendung von Filtern beachtet werden sollten. Auch die Abkürzungen und Namen verwirren die potentiellen Nutzer und Käufer oft.

Die Filter werden vor die vorderste Linse des Objektivs geschraubt und nehmen direkten Einfluss auf das fertige Bild. Da es Verschiedene gibt, gehen wir noch weiter darauf ein.

 

Filterarten

Wie bereits erwähnt gibt es diverse Filterarten. Die sechs von uns genutzten Kamerafilter erklären wir jetzt ausführlicher:

Es gibt verschiedene Größen. Dabei ist es wichtig, die nötige Größe für das eigene Objektiv zu kennen. So dient hierbei als Maßeinheit der Durchmesser des Objektivs. Die Größenangabe befindet sich Millimetern angegeben vorne auf dem Objektiv aufgedruckt. Gängige Größen sind im Bereich von Ø52 bis Ø105 Millimeter.

Bei Filtern empfiehlt es sich, nicht zum günstigsten Modell bei eBay und Co zu greifen. In jedem Objektiv finden sich viele, perfekt aufeinander abgestimmte Einzellinsen. Deshalb könnten Billige die Bildqualität stark verschlechtern. Besser sind namhafte Produkte, zum Beispiel von Hoya und Cokin. Auch sollte auf die Dicke der Filterrahmen geachtet werden. Des Weiteren sind Slim-Filter ebenfalls besser, da zu dicke Filterränder und Gläser sonst auf den Bildern als Art Vignette zu sehen sind.

 

UV-Filter

UV-Filter - Foto: Hama

UV-Filter – Foto: Hama

 

UV-Filter werden von vielen Fotografen gerne gekauft. Dennoch sind diese Filter nahezu unnütz: Moderne Kamera-Sensoren haben bereits einen UV-Filter eingebaut und benötigen daher keinen extra Linsen-Vorsatz mehr. Aus diesem Grund haben UV-Filter oft einen sehr geringen bis keine Auswirkungen auf das fertige Bild.

Aber wieso werden sie dann doch noch oft gekauft?

Ein UV-Filter lässt sich auf Grund seiner geringen Einflussname perfekt als Objektiv-Schutz einsetzen. Daher lohnt es sich oftmals bei teureren Objektiven, lieber einen verkratzten 20,-€ Filter zu tauschen, als für mehrere 100,-€ die Frontlinse tauschen zu lassen.

 

Polariastionsfilter

Polarisationsfilter - Foto: pixolum.de

Polarisationsfilter – Foto: pixolum.de

Polarisationsfilter – oder kurz Pol-Filter – verstärken den Kontrast und entfernen bei Fotografien durch Glas oder Wasser störende Spiegelungen. Dieser Filter wird oft genutzt, wenn bereits vor dem Foto klar ist, dass keine Spiegelungen vorhanden sein dürfen. Denn Spiegelungen lassen sich nur sehr schwer in der nachträglichen Bildbearbeitung entfernen.

Polfilter entfernen Streulicht und lassen sich oft noch einstellen. So funktioniert ein Polfilter in Etwa wie zwei übereinander gelegte Gitter, die durch die Lage übereinander mehr oder weniger Licht durchlassen und damit auch die Lichteinfall-Richtung bestimmen können.

Jeder, der sich für Fotografie interessiert, hat bereits Fotos gesehen, die mit Polfilter aufgenommen wurden. Denn die klassischen Aufnahmen von Stränden mit atemberaubend klarem Wasser sind oft mit Polfilter fotografiert.

 

Graufilter (ND-Filter)

ND-Graufilter Auswirkungen - Foto: Wikipedia

ND-Graufilter Auswirkungen – Foto: Wikipedia

ND, also Neutraldichte- oder Graufilter funktionieren ähnlich wie eine Sonnenbrille und dunkeln die Bilder ab. So sind beispielsweise tagsüber bei strahlender Sonne Aufnahmen von mehreren Sekunden möglich. Deshalb sind Langzeitbelichtungen am Tag nicht ohne machbar.

Abdunkelnde Graufilter sind zum Beispiel dann praktisch, wenn ihr bei Sonnenlicht mit hoher Lichtstärke fotografieren wollt, die kürzeste Verschlusszeit aber für eine korrekt belichtete Aufnahme nicht ausreicht.

Auch hier gibt es wieder ein prominentes Beispiel von Fotos mit Neutraldichtefilter. Jeder kennt Wasserfälle, Bäche oder Meere, die weichgezeichnet sind und das Wasser wirkt wie Milch. Dies entsteht durch den Wasserfluss während der Langzeitbelichtung.

 

Verlaufsfilter

Verlaufsfilter - Foto: K&F Concept

Verlaufsfilter – Foto: K&F Concept

Verlaufsfilter gibt es in vielen Farben. Blau, Grau, Orange, Grün und viele mehr. Wie der Name bereits sagt, verläuft auf diesen Filtern die jeweilige Farbe vom Rand zur Mitte hin aus und wird schwächer. Somit könnt ihr Blaufilter hervorragend für einen satteren Himmel, Grüne für sattere Wiesen oder Orangene für dramatischere Himmel einsetzen.

 

Farbfilter

Farbfilter - Foto: pixonyx.de

Farbfilter – Foto: pixonyx.de

Eure Bilder sollen einen Farbstich bekommen? Dafür benötigt ihr – außer in der Nachbearbeitung – einen Farbfilter. Dieser wird wie immer vor die Linse geschraubt und verfärbt das komplette Bild.

Farbfilter verstärken einzelne Farbanteile und lassen Bilder surreal wirken oder tönen die Aufnahmen.

 

Sternfilter

 

 

Sternenfilter - Foto: stern.de

Sternenfilter – Foto: stern.de

Einen netten Effekt bringen Sternenfilter. Ursprünglich für Astro-Aufnahmen gedacht, werden sie oft für andere Aufnahmen eingesetzt um einen Strahlen-Effekt zu erzeugen. Eigentlich verstärken Sternenfilter die Darstellung einzelner Sterne in der Astrofotografie. Dennoch kann könnt ihr, wie oben zu sehen, auch Lichterketten, Straßenzüge oder andere Lichtermeere mit Sternenfilter fotografieren um ansehnliche, aufmerksamkeitserregende Fotos zu machen. Dabei wird das Licht auf der Filterscheibe gebrochen und als Stern auf den Sensor reflektiert.

 

Fazit

Filter - Aufnahme mit Verlaufsfilter

Filter – Aufnahme mit Verlaufsfilter

Sicherlich gibt es viele Weitere, die wir nicht besprochen haben. Interessiert ihr euch für einen speziellen Filter? Lasst es uns wissen, wir probieren ihn aus und erweitern diesen Beitrag.

Ich hoffe, eure Fragen zum Thema Filter konnten beantwortet werden. Die oben besprochenen Filter sind die von uns am häufigst eingesetzten und fehlen bei keiner Foto-Tour in der Tasche. Wir setzen mittlerweile dennoch häufiger Platten-Filter mit Filterhalterung ein, da diese schneller an der Kamera austauschbar und auch kombinierbar sind. So wurde unser oberes Beitragsbild von Sophia mit einem orangenen-Verlaufsfilter und einem Graufilter gleichzeitig geschossen. Aber wer die Augen offen hält, findet auch Schraubfilter, die mit einem weiteren Gewinde im Filter kombinierbar sind.

Habt ihr Fragen? Schreibt uns in die Kommentare! 🙂 Ansonsten sehen wir uns am Dienstag auf unserem Blog wieder, wenn Kevin wieder für Euch über Fotografie schreibt.

 

Autor: Lucas

Mein Name ist Lucas Mehler, bin 22 Jahre alt und studiere ebenfalls Digitale Medien an der Hochschule Fulda.

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