Photoshop Bearbeitung

Photoshop Bearbeitung

Photoshop und Lightroom sind die wohl bekanntesten Bildbearbeitungsprogramme und stammen beide aus dem Hause Adobe. Die Programme werden weitestgehend im kommerziellen Bereich auf Grund ihrer hohen Kompatibilität eingesetzt. Mehr und mehr halten sie aber auch Einzug im Bereich der Hobbyfotografen – nicht zuletzt wegen Adobe’s Creative Cloud-Stragetie mit „bezahlbaren“ Abonnements.

Wann setze ich Photoshop ein, wann Lightroom? Oder sind beide das Gleiche? Auf diese Fragen werden wir im heutigen Blogbeitrag eine Antwort geben.

 

 

Was ist Adobe?

Adobe ist ein international bekanntes Unternehmen und stellt diverse Profi-Software zur Verfügung. Unter anderem Programme wie Photoshop, Lightroom, Premiere Pro, Illustrator und InDesign. Mit der aktuell großen Produktpalette deckt Adobe nahezu alle Bereiche der kreativen Arbeit mit Software-Produkten ab. Genau aus diesem Grund ist Adobe auch so bekannt.

Ich persönlich habe mich lange Zeit gegen deren Produkte gewehrt und suchte immer Auswege, günstigere Alternativ-Software zu finden, jedoch kann ich aus meiner Erfahrung heraus sagen: Wer ernsthafte Bildbearbeitung oder Arbeit im kreativen Sektor anstrebt, wird kurz- oder mittelfristig nicht um Adobe-Produkte herumkommen.

Da mehrere Programme aus dem selben Haus entwickelt werden, ähneln sie sich teilweise. Das erleichtert die Nutzung von Tastenkombinationen oder Funktionen, sofern man sich bereits in eines der Programme eingearbeitet hat.

 

Photoshop

Photoshop-Logo

Photoshop-Logo

Photoshop ist, wie bereits oben beschrieben, Adobes Bildbearbeitungs-Programm und blickt auf eine mehr als 25 jährige Vergangenheit zurück. 1990 erschien die erste Version.

Insgesamt ist Photoshop eines der funktionsreichsten Bildbearbeitungsprogramme und hat sich mittlerweile zum Industriestandard in der bildbearbeitenden Branche (Fotografie, Webdesign, Werbeagenturen) durchgesetzt. Für viele Funktionen aller Bildbearbeitungsprogramme war dieses Programm der Vorreiter und stieß die Verbreitung dieser an. Sicherlich kennen viele den Begriff „photoshoppen„. Dieser Begriff setzte sich schon vor einigen Jahren durch und bezeichnet die digitale Bildmanipulation.

Genau, bei PS geht es um Bildmanipulation. Aber was genau soll das sein? Bildmanipulation bedeutet kurz gesagt nicht, dass beispielsweise nur die Belichtung, der Weißabgleich oder der Zuschnitt eines Bildes verändert werden kann. Vielmehr bedeutet es, dass einzelne Bildteile bearbeitet werden können. So dient es bei Personenaufnahmen dazu, Hautunreinheiten zu entfernen, die Augen aufzuhellen oder sogar tiefergreifende Bearbeitungen vorzunehmen. Dadurch ist es möglich, Personen schlanker zu machen, Körperteile „abzutrennen“ und zu versetzen oder gar mehrere Personen zu einer einzigen zusammenzufügen. Dies gilt natürlich auch für Landschaftsaufnahmen oder Fotos jeglicher Art. Sollen beispielsweise zwei verschiedene Landschaften zusammengeführt werden oder der auf der Aufnahme triste, graue Himmel durch einen strahlend blauen ersetzt werden, ist Photoshop das richtige Programm für euch. Und genau darum geht es in Photoshop: Tiefgreifende Bearbeitung und Composing (Zusammensetzen mehrerer Objekte zu einem Ganzen) von einzelnen Bildern.

 

Photoshop Bearbeitung

Photoshop Bearbeitung

 

Lightroom

Lightroom-Logo

Lightroom-Logo

Lightroom wird landläufig ebenfalls als Bildbearbeitungsprogramm bezeichnet. In gewisser Hinsicht stimmt dies auch, jedoch ist es mehr ein Bildverarbeitungsprogramm.

Wie man auf unserem nachfolgenden Screenshot sehen kann, werden unten mehrere Bilder angezeigt. Und genau dabei liegt bereits einer der gravierendsten Unterschiede zu Photoshop. Denn Lightroom richtet sich durch diverse clevere Funktionen wie das Übertragen von Einstellungen, Stapelverarbeitung und Preset-Möglichkeiten an die Bedürfnisse von Fotografen, die große Bildmengen gleichzeitig oder automatisiert verarbeiten wollen oder müssen.

 

Die Module von Lightroom

Lightroom ist in sieben Module gegliedert:

Bibliothek – Sie enthält eine Übersichtsanzeige der Bilder im aktuellen Katalog (der Speicherdatei). Hier ist ein Import von Datenträgern und Kameras, sowie ein Export möglich. Oft genutzte Funktionen der Bibliothek: Setzen von Tags, Bewerten, Markieren, Gruppieren und Filtern.

Entwickeln – Im Modul Entwickeln finden sich beispielsweise viele Funktionen des Camera-RAW von Photoshop wieder: Beeinflussung von Farbtemperatur, Tonwertverteilung, Gradation, selektive Farbkorrektur und Tönung von Lichtern und Tiefen. Außerdem Beschneiden und Rotieren, Entrauschen und Schärfen. Da vielen Nutzern die grundlegenden Funktionen nicht ausreichten, arbeitete Adobe weiterreichende Funktionen ein. So sind nun auch Bildkorrekturen und Optimierungen von kleinen Bildausschnitten möglich. Dennoch bietet Lightroom im Vergleich zu PS eher die essentiell wichtigen Funktionen an, um eine große Menge von Bildern zu bearbeiten.

Karte – Ein Modul zur Zuordnung von Geo-Aufnahmepositionen der Bilder.

Buch – Funktion zum Generieren von Fotobüchern, die dann als JPEG- oder PDF-Dateien ausgegeben werden können.

Diashow – Ermöglicht das Erstellen von Diashows zur Präsentation ausgewählter Bilder.

Drucken – Bietet viele Möglichkeiten zur Anordnung von Bildern auf Druckseiten in unterschiedlichen Größen. Weiterhin können Kontaktbögen und Bilderkollektionen erzeugt werden. Die Ansteuerung von (FineArt-)Druckern ist möglich.

Web – In diesem Modul lassen sich Webpräsentation der Bilder als HTML- oder Flash-Galerie nach vorgefertigten Vorlagen erzeugen. Eigene Galerien können direkt aus Lightroom per FTP auf einen Webspace hochgeladen werden. Nebenbei ist seit Lightroom in der Version 3.0 auch der Upload bei Facebook, Flickr und anderen sozialen Netzwerken integriert.

 

Das Gesamtpaket als größte Stärke

Alle Module gemeinsam machen aus Lightroom eine leistungsstarke und meiner Meinung nach durchdachte Software, die ich sehr gerne für automatisierte Arbeiten einsetze. So lässt sich beispielsweise in Verbindung mit Photoshop ein dort erstelltes Wasserzeichen auf alle Bilder während des Exportes einbinden. Des Weiteren kann ein einmal angelegter (Farb-)Filter ebenfalls auf alle Bilder live angewandt werden, sodass man das Ergebnis direkt sehen kann. Auch viele Bilder zu schwarz-weiß zu konvertieren ist für Lightroom eine leichte Aufgabe.

 

Lightroom-Bearbeitung

Lightroom-Bearbeitung

 

Vergleich

Hier haben wir noch einmal die wichtigsten Unterschiede zwischen Photoshop und Lightroom als Tabelle dargestellt:

 

Photoshop Lightroom
Einzelbilder Galerien
Einzelverarbeitung Stapelverarbeitung
Bildmanipulation / Composing Bildentwicklung / Veredelung
tiefgreifende Bearbeitungen möglich rudimentäre und essentielle Bearbeitung möglich
Arbeit in RGB- und CMYK-Farbmodus möglich Arbeit in RGB-Farbmodus möglich
Export in alle Industrie-Standardformate möglich Export nur in Foto-Formate möglich

 

Fazit

In unserem Vergleich zwischen Photoshop und Lightroom kann man gut erkennen, dass sich beide Programme zwar ähneln. Jedoch hat jedes Programm seine eigenen Vorteile vor dem Anderen. Aus diesem Grund sollte man sich gut überlegen, welche Aufgaben man ausführen möchte. Denn habt ihr mehrere einhundert Fotos von einem großen Event und wollt diese nur aus dem RAW-Format mit einfachen Einstellungen entwickeln und mit einem Wasserzeichen versehen, eignet sich Lightroom. Eine ähnliche Aufgabe würde in Photoshop Tage andauern. Und sollen mehrere Bilder zu einem verschmelzen, solltet ihr Photoshop einsetzen.

Wollt ihr wissen, wie man Bilder in Photoshop und Lightroom entwickelt? Dann schaut demnächst nochmal auf unserem Blog vorbei (oder informiert euch auf unserer Instagram- oder Facebook-Seite). Dann behandeln wir gemeinsam mit anderen interessanten Themen rund um die Fotografie auch die Entwicklung von RAW-Fotos.

Wie gewohnt geht es am Dienstag mit einem Beitrag von Kevin weiter. Wir sehen uns!

Autor: Lucas

Mein Name ist Lucas Mehler, bin 22 Jahre alt und studiere ebenfalls Digitale Medien an der Hochschule Fulda.

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