Glaskugel am Fuldaer Dom - fotoblogonline.de

Glaskugel am Fuldaer Dom – fotoblogonline.de

Das Fotografieren mit einer Glaskugel eröffnet durchaus neue Blickwinkel und Darstellungsmöglichkeiten in der Fotografie. Einige wichtige Dinge sollte man dabei aber beachten. Was genau das ist und wie ihr eure Bilder zusätzlich noch verbessern oder interessanter machen könnt, erfahrt ihr heute in unserem Blogbeitrag.

 

 

 

Glaskugel ? – Kann ich jede Glaskugel verwenden oder muss ich dabei auf etwas achten?

Ja, prinzipiell kannst du jede Glaskugel benutzen. Ein paar Kleinigkeiten sollte deine Kugel aber als Eigenschaften aufweisen: Je klarer die Kugel, desto besser. Zur Klarheit zählt in diesem Fall nicht nur die Durchsichtigkeit, sondern auch die Luft- oder Fremdkörper-Einschlüsse im Glas. Es gibt oftmals Glaskugeln aus dem Dekobedarf für ein paar Euro. Diese Kugeln haben leider oft, auf Grund von mangelhafter Verarbeitung oder eben auch gewollt, Lufteinschlüsse oder andere Elemente eingearbeitet. Zwar funktionieren solche Kugeln auch für euer Foto, jedoch stören „Fehler“ in der Kugel schnell auf dem fertigen Foto. Solltet ihr im Deko-Bereich Kugeln ohne Fehler finden, gibt es natürlich keine Einwände, auch eine Solche zum Fotografieren zu nutzen.
Nehmt ein paar Euro mehr in die Hand und kauft euch bei einschlägigen Online-Versandhändlern eine für die Fotografie geeignete Glaskugel. Diese kosten etwa zwischen 15 und 80 €. Unsere Kugel hat etwa 25€ gekostet. Was an einer 80€ Kugel besser sein soll, konnten wir bisher nicht herausfinden. Also greift ruhig schon im unteren Preissegment zu. Beim Online-shoppen ist es zusätzlich sehr hilfreich, sich die Rezensionen der Kugel durchzulesen. Oft finden sich hier Produktfotos von ehemaligen Käufern. Mit Hilfe dieser Bilder kann man sich meist schnell ein Bild darüber verschaffen, wie gut die Kugel verarbeitet ist.

 

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Welche Technik brauche ich?

Wie oft bei unseren Themen benötigt ihr nur ein recht kleines Equipment, nichts atemberaubend Teures oder Außergewöhnliches. Auch hier reicht euch wieder eine einfache DSLR mit Kit-Objektiv und sogar für den Anfang ein Smartphone. Gerade zum Üben ist hier aber ein Stativ hilfreich, da ihr dann mit Live-View eure Kugel positionieren könnt und direkt seht, wie sich die Position der Kugel auf euer Bild auswirkt. Ebenso könnt ihr den Fokus genauer und ruhiger einstellen. Eben auf diesen kommt es nämlich sehr stark an.

Wie bereits gesagt, reicht prinzipiell jede Kamera aus. Habt ihr eine Vollformat-DSLR und dazu noch ein Objektiv mit sehr großer Offenblende zur Verfügung, könnt ihr die Kugel sehr gut freistellen und erhaltet einen Effekt wie auf unseren Bildern zu sehen.

 

 

 

Tipps für bessere Fotos

Ihr könnt bereits bei der Aufnahme einiges beachten: Wichtig hierbei ist es, den Fokus möglichst genau einzustellen. Es empfiehlt sich, diesen manuell zu justieren. Kein Fokus einer Kamera ist so genau, wie euer Auge. Gerade bei Tageslicht-Aufnahmen von Stillleben sollte generell immer manuell fokussiert werden, sofern es die Zeit zulässt.
Den Fokus solltet ihr zwingend auf das Objekt in eurer Kugel positionieren. Andernfalls erhaltet ihr nicht den gewünschten Effekt im Bild. Besonders wichtig: nicht den Rand der Kugel fokussieren! Das erzeugt eine durchgehende Unschärfe im Bild und ihr könnt auch in der Nachbearbeitung nichts mehr herausholen.

Wenn ihr die Kugel positioniert, schaut danach, dass ein einzelnes Objekt in eurer Kugel erscheint. So, wie bei uns der Fuldaer Dom. Das macht die Darstellung und die Freistellung des Motivs deutlich interessanter.

 

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Nachbearbeitung – Verbessern und Anpassen

Wie euch aufgefallen sein sollte, steht das Motiv in der Kugel auf dem Kopf. Das liegt an der Lichtbrechung. Die Kugel funktioniert effektiv wie eine Linse der Kamera oder in eurem Auge. Auch dort wird das Licht gebrochen und das Bild steht auf dem Kopf. Sowohl die Kamera als auch euer Gehirn rechnen diese Drehung aber heraus, sodass das Bild korrekt erscheint.

Wir empfinden es als deutlich ansprechender, wenn das Bild in der Kugel richtig herum steht und man sich nicht verrenken muss, um das Motiv betrachten zu können. Sollte es euch genauso gehen, schneidet den Inhalt mit dem Pfad-Werkzeug oder dem Lasso aus und dreht den Ausschnitt einfach um 180 Grad. Meist reicht das schon aus. Sollte man den Schnitt zu hart sehen, blendet einfach etwas mit dem Weichzeichner zum Rand der Kugel hin über.
Natürlich ist diese Bearbeitung kein Muss – sollte euch die realitätsnahe Darstellung besser gefallen, lasst das Bild einfach so, wie es ist 🙂

Neben dem Drehen des Motivs könnt ihr das Bild standardmäßig nachbearbeiten und die Farben verstärken oder dem aktuellen Trend nach etwas matter machen, das Bild gerade ausrichten, nachschärfen und ihm einen Farblook verpassen.

 

 

 

Fazit

Eine Glaskugel, die aus dem Boden sprießt oder in der Wiese liegt ist ein spannendes Motiv. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich dabei auszutoben. Solltet ihr mutig sein, versucht doch mal, die Kugel vor der Kamera minimal hoch zu werfen, damit die sie „in der Luft schwebt“. Eure Hand kann dann beispielsweise weg gestempelt werden.

Zeigt uns wie immer die Ergebnisse, wir sind gespannt! 🙂

Autor: Lucas

Mein Name ist Lucas Mehler, bin 22 Jahre alt und studiere ebenfalls Digitale Medien an der Hochschule Fulda.

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