Fotospot Wasserkuppe - Ausflugsziel Radom

Fotospot Wasserkuppe – Ausflugsziel Radom

Die Wasserkuppe ist gerade in der Region, aus der wir stammen, ein extrem beliebtes Ausflugs- und Wanderziel. Und das aus gutem Grund. Eine atemberaubende Aussicht und die wunderschöne Landschaft ziehen die Naturfreunde förmlich an. Doch nicht nur diese. Auch für Fotografen ist die Wasserkuppe ein wunderbarer Platz, um neue Techniken auszuprobieren und wundervolle Werke zu schaffen.

 

 

 

Fakten zur Wasserkuppe

Doch bevor ich weiter auf die Fotografie eingehe, zunächst ein paar Fakten zum Ort selbst. Die Wasserkuppe ist der höchste Berg des deutschen Mittelgebirges Rhön und zugleich Hessens und liegt im  Nationalpark hessische Rhön und im Biosphärenreservat Rhön. Das allein dürfte schon einiges über die atemberaubende Landschaft und Artenvielfalt aussagen. Hier entspringen auch die Fulda und weitere ihrer Zuflüsse, die sich durch Deutschland ziehen, bis sie sich mit der Werra zur Weser vereinigen. Außerdem hat sich die Wasserkuppe über die Jahre durch seine in der Region einzigartige Höhe zum Segelflugzentrum entwickelt, welches sie bis heute in den Sommermonaten noch ist. Im Winter ist sie natürlich auch Reiseziel für viele Wintersport-Begeisterte, die hier auf den extra präparierten Pisten Ski fahren, Snowboarden und Rodeln können.

Doch dieses idyllische Bild herrschte nicht immer vor. Zur Zeit des kalten Krieges wurde dieser Ort von den britischen und den US-Streitkräften als Radarbasis genutzt. Ende der 1950er Jahre wurde auf der Wasserkuppe eine Radarstation mit mehreren Radoms errichtet und während der Berlin Blockade sogar die sogenannten „Rosinenbomber“ geleitet. Später übergab man das militärische Sperrgebiet Wasserkuppe an die Bundeswehr, die hier, auf der Basis eines der mittlerweile abgerissenen Radoms, einen neuen Radom errichtete. Dieser existiert heute noch und gilt sogar als Wahrzeichen des Berges. Seitdem im Jahr 1998 das militärische Sperrgebiet aufgehoben wurde, entwickelt sich der Ort zu einer Touristenattraktion.

[Quelle: Wikipedia, aufgerufen am 09.05.2018 um 9 Uhr]

 

Fotospot Wasserkuppe - Panorama vom Radom herab

Fotospot Wasserkuppe – Panorama vom Radom herab

 

Fotospot Wasserkuppe - Panorama vom Radom herab

Fotospot Wasserkuppe – Panorama vom Radom herab

 

 

Die Wasserkuppe für Fotografen

Ein gewisses Quäntchen Glück muss man zugegebenermaßen schon haben, um hier tolle Motive zaubern zu können. Denn gerade in den Wintermonaten liegt der Berg oft im Nebel, oder die Sicht reicht keine 5 km weit. Doch wenn man mal das Glück haben sollte, eine gute Sicht zu haben, ist diese überwältigend.

 

 

Landschaftsfotografie

Wie bereits erwähnt, bietet die weite Sicht auf die umliegenden Berge – von bestimmten Stellen aus sogar bis auf den Brocken – und Wälder einen großen Anreiz für Fotografen. Doch auch der Berg selbst ist ein tolles Fotomotiv. Hier lassen sich eine steinige, bewachsene Landschaft, Wälder, Denkmäler und Quellen bestaunen. Somit wird hier eine große Auswahl an Locations, unter anderem auch für Model-Shootings, geboten und man kann innerhalb weniger Minuten ein komplett neues Setting aufbauen.

Doch auch im Winter lohnt es sich die Wasserkuppe zu besuchen. Aufgrund des hohen Schneefalls, bieten sich euch weite, teils unberührte Winterlandschaften dar, die durch und durch in weiß gekleidet sind. Einfach märchenhaft.

 

Fotospot Wasserkuppe - Fliegerdenkmal im Sonnenuntergang

Fotospot Wasserkuppe – Fliegerdenkmal im Sonnenuntergang

 

 

Sternenfotografie

Durch die hohe Lage weit abseits des nächsten größeren Ortes, erhält man auf der Wasserkuppe die, heute leider sehr selten gewordene, Möglichkeit ohne extreme Lichtverschmutzung zu fotografieren. Somit ist sie der nahezu perfekte Ort in der Region, um Sterne zu fotografieren. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass gerade der Bereich um den Radom nachts nicht beleuchtet ist. Lediglich die Positionslichter der Sendemasten tauchen die Umgebung in leichtes Rot. Das klingt zwar zunächst störend, kann aber durchaus gut ins Motiv eingebunden werden. Und auf Fotos in die Ferne haben diese ohnehin wenig bis keinen Einfluss. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären. Die Rundumsicht in nahezu alle Himmelsrichtungen ermöglicht euch das Fotografieren von sehr großen Panoramen. So könnt ihr beispielsweise die Milchstraße mittels Stacking komplett abbilden.

 

Fotospot Wasserkuppe - Radom bei Nacht

Fotospot Wasserkuppe – Radom bei Nacht

 

 

Architekturfotografie

Durch den relativ gut erhaltenen Zustand der Gebäude auf der Wasserkuppe, bietet sie sich auch für die Architekturfotografie an. Besonders der Radom mit den umstehenden Antennen bietet hierbei ein abwechslungsreiches Motiv im Stil des Kalten Krieges. Außerdem befinden sich hier zwei Tower, eine Berghütte und eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes, die sich gut als Motiv eignen.

 

 

Sonstiges

Wie bereits erwähnt, befindet sich hier auch ein kleiner Flugplatz, der gut ebenerdig einsehbar ist, auf dem auch gerade in den Sommermonaten hochfrequentiert kleine Propellermaschinen und Segelflugzeuge starten und landen. Des Weiteren starten und landen an den Hängen oftmals auch Gleitschirmflieger, zum Teil auch in Gruppen. Ebenfalls ein sehr schönes Motiv.

 

 

 

Ausflugsziel Wasserkuppe

Gerade für Leute, die etwas weiter entfernt leben, lohnt sich die weite Anreise und ein Besuch der Wasserkuppe dennoch. Denn, wie bereits erwähnt, eignet sie sich auch als Ziel für den Familienausflug. Hier gibt es viele kleine Shops und Imbissbuden, eine Berghütte, eine Vielzahl an Wanderwegen sowohl auf, als auch zur Wasserkuppe, Führungen, Rundflüge, das Deutsche Segelflugmuseum, Gleitschirmflug und Drachenfliegen und viele weitere spannende Aktivitäten.

 

Fotospot Wasserkuppe - Ausflugsziel Radom

Fotospot Wasserkuppe – Ausflugsziel Radom

 

 

 

Fazit

Ein Besuch auf der Wasserkuppe lohnt sich also in jedem Fall. Egal ob ihr begeisterte Historiker, Naturforscher oder einfach nur Fotografen seid! Und wenn euch der eine Berg nicht reicht, es gibt auch einige unbebaute Berge in der näheren Umgebung, die ihr in wenigen Minuten erreichen könnt. Also schaut mal vorbei 😉

Nächste Woche gibt es wieder einen weiteren spannenden Beitrag zum Thema Fotografie. Bis dahin eine schöne Woche 🙂

Autor: Kevin

Mein Name ist Kevin Schipper, ich bin 22 Jahre alt und studiere Digitale Medien an der Hochschule Fulda.

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