Tierfotografie - Eichhörnchen auf einem Baum

Tierfotografie – Eichhörnchen auf einem Baum

Die Tierfotografie ist ein spannendes Thema, das zugleich aber auch sehr viel Geduld und zum Teil auch Geld voraussetzt. Die Ergebnisse geben dafür jedoch spannende Einblicke in die heimische oder auch nicht heimische Tierwelt. Was genau damit gemeint ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

 

 

 

Das Equipment für die Tierfotografie

Wie ihr euch sicher schon denken könnt, gibt es bei der Tierfotografie einiges zu beachten. Denn eine Eigenschaft, die die meisten Tiere gemeinsam haben, ist ihre Scheu. Um dem entgegen zu wirken, müsst ihr einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten, da die Tiere sonst relativ schnell das Weite suchen werden. Somit kann man quasi als Grundvoraussetzung ein Objektiv mit 600 mm oder mehr Brennweite ansehen. Dieses sollte, gerade für Aufnahmen von schnellen Bewegungen, auch eine hohe Lichtempfindlichkeit – optimal wäre eine feste Blende – haben, da ihr unter Umständen eine sehr kurze Belichtungszeit einstellen müsst. Wer sich ein wenig mit der Materie auskennt, wird hier schon merken: Das wird teuer.

Ein wenig Geld könnt ihr aber auch hier sparen. Es gibt nämlich sogenannte Telekonverter, mit denen ihr die Brennweite eines Objektivs, welches ihr bereits besitzt, beispielsweise verdoppeln könnt. Somit ist es nicht unbedingt nötig, dass ihr euch ein neues Objektiv kauft, sondern es ist ausreichend, wenn ihr euch für etwas weniger Geld (300€ – 400€ kann man auch hier gut loswerden) einen solchen Telekonverter zulegt. Diesen könnt ihr zudem auf jedem beliebigen Objektiv mit demselben Bajonett verwenden.

Auch beim Stativ solltet ihr unbedingt beachten, dass es ein Dreibeinstativ mit einer kurzen Mittelsäule ist, da ihr in der Regel relativ nah an den Boden heran müsst. Mit einem normalen Stativ wird das nur mit etwas handwerklichem Geschick möglich sein, indem ihr die Mittelsäule mit der Säge kürzt.

 

Tierfotografie - Möwe

Tierfotografie – Möwe

 

 

Geduld als Schlüssel zum guten Foto

Verfügt ihr nun über das notwendige Equipment, gilt es nur noch die Orte herauszufinden, an denen das gewünschte Tier vorkommt. Und dann könnt ihr auch schon losziehen. Am Ort angekommen, solltet ihr euch möglichst unsichtbar machen. Gerade bei scheuen Waldtieren oder Vögeln kann jede Bewegung die Flucht des Tieres auslösen. Legt euch dazu am Besten flach auf den Boden, stellt euer Stativ so ein, dass die Kamera gerade so über das Grad hinwegschaut und verhaltet euch ruhig.

Jetzt heißt es warten. Wenn sich euch Tiere nähern, bewegt euch langsam und legt euch nicht nur auf das eine Tier fest, das ihr fotografieren möchtet. Nutzt jede Gelegenheit, sonst kann es des Öfteren vorkommen, dass ihr ohne ein einziges Bild nachhause geht. Und das wäre ärgerlich.

 

Tierfotografie - Eichhörnchen

Tierfotografie – Eichhörnchen

 

 

Der Bildausschnitt

In Sachen Bildausschnitt gelten hier in etwa die selben Regeln, wie bei Menschen auch. Schneidet keine Körperteile ab und orientiert euch an gängigen Bildausschnitten, wenn ihr es doch tut. Ein Portrait ist beispielsweise auch bei einem Reh recht interessant, sofern ihr die nötige Brennweite dazu besitzt. Variiert aber auch hin und wieder in den Perspektiven, denn nur so entstehen wirklich interessante Fotos. Des Weiteren kann es durchaus sinnvoll sein sich nicht auf ein einzelnes Tier zu beschränken, sondern zu versuchen den Rest der Herde oder des Schwarms ebenfalls einzubinden.

 

Tierfotografie - Schmetterling

Tierfotografie – Schmetterling

 

 

Tierfotografie zuhause?

Ja, auch das geht! Wer einmal den eigenen Zoo ablichten will, kann hier auf ähnliche Techniken zurückgreifen. In diesem Fall ist das Ganze sogar ein wenig einfacher. Denn schließlich bietet sich hier die Möglichkeit das Tier festzuhalten oder an einen geeigneten Ort zu setzen. Diese Möglichkeit sollte man dann auch direkt nutzen, um Portraits von den Tieren vielleicht sogar vor einem neutralen Hintergrund zu schießen. Hier kann selbst mit Blitzen gearbeitet werden. Diese solltet ihr aber unbedingt mit Bedacht einsetzen, da sie die Tiere extrem schnell verstören oder sogar schädigen können. Gerade bei Vögeln sollte man hierauf verzichten.

Selbstverständlich lohnt sich gerade bei Leuten, die im ländlicheren Bereich leben, auch der Blick in den eigenen Garten. Ein großer Nachteil ist dabei jedoch die Bebauung der umliegenden Grundstücke. Ist bei einem vermeintlichen Tierfoto im Hintergrund beispielsweise Nachbars Balkon zu sehen, wirkt das eher unschön und kann die Bildstimmung sehr schnell zerstören.

 

Tierfotografie - Hund nach dem Bad

Tierfotografie – Hund nach dem Bad

 

 

Fazit

Obwohl die Tierfotografie ein teurer Spaß sein kann, lohnt es sich also dieses Geld zu investieren. Die Ergebnisse sprechen oft für sich. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig Lust auf dieses Thema machen und ihr probiert es eimal selbst aus. Denn auch wenn es viel Zeit in Anspruch nimmt, ist es sehr entspannend und bringt einen der Natur sehr viel näher, als es viele andere Gebiete der Fotografie könnten.

Wenn ihr noch mehr über die Fotografie erfahren wollt, schaut auch nächste Woche wieder vorbei, wenn wir euch ein weiteres spannendes Thema präsentieren! Bis dahin eine schöne Woche 🙂

Autor: Kevin

Mein Name ist Kevin Schipper, ich bin 22 Jahre alt und studiere Digitale Medien an der Hochschule Fulda.

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